Michael Strecker

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Michael Strecker, Jahrgang 1973, lebt heute mit seiner Familie in Friedberg. Aufgewachsen ist er in Ranstadt, dem Nachbarort von Dauernheim. Seit einigen Jahren arbeitet er im Kulturverein Dauernheim die ältere Geschichte des Ortes auf. Vor einem Jahr veröffentlichte er einen Aufsatz zum Thema „Dauerheim in der Vor- und Frühgeschichte“, in dem er die zahlreichen Funde aus dem Ort aufarbeitete und darstellte. Seit Jahren gilt sein Interesse dem Wildfrauengestühl. Er machte es sich zur Aufgabe, alle Veröffentlichen zu diesem Platz zu sammeln. Michael Strecker arbeitet in der Logistik eines Handelsunternehmens.

9783935910552

Michael Strecker

Auf den Spuren der Wilden Frau von Dauernheim

ISBN 978-3-935910-55-2, Paperback, Din A5, 116 Seiten, 28 s/w-Abb., € 11,50

Um das „Gestühl der Wilden Frau“ im Wald bei Dauernheim ranken sich geheimnisvolle Erzählungen. Die alten Sagen über diese Basaltsteinsetzung mit ihren charakteristischen drei Vertiefungen erzählen uns von Wilden Leute, die dort einst gehaust haben sollen. Die Vertiefungen im Stein werden als deren Sitze gedeutet. Sogar am hellichten Tage, so wird berichtet, wurden drei Leute in weißer Gestalt in der Nähe des Platzes gesehen. Einer anderen Sage nach waren die Wilden Leute in Felle gekleidet und seien lange der Schrecken der umliegenden Dörfer geblieben. Die Gegend um die Steinsetzung sei von jeher nicht ganz geheuer gewesen. Den umliegenden Wald solle man versuchen zu meiden. Im Volksmund wurde der Platz „Wahnplatz“ genannt, was so viel wie Gespensterplatz bedeutet.

Was hat es mit diesem Ort auf sich? Dieser Frage geht Michael Strecker nach. Handelt es sich um einen alten Gerichtsplatz, wie in einer Sage berichtet wird? Ist es eine alte Opferstätte, wie die Näpfchen und Schalen in dem Stein vermuten lassen? Was steckt hinter dieser geheimnisvollen Gestalt der „Wilden Frau“? Hat hier das junge Christentum versucht, eine vormals dort verehrte alte germanische Gottheit zu verteufeln und mit Schreckensgeschichten zu belegen?

Es wäre vermessen, eine allgemeingültige Wahrheit über diese geheimnisvolle Steinsetzung zu verkünden. Vielmehr geht es darum, die vorhandenen Forschungsergebnisse zusammenzutragen und zu systematisieren. Hierzu werden die vier Bedeutungskreise Sagen, Lage, Frauengestalten und Steine unterschieden.

Begeben Sie sich zusammen mit dem Autor auf „Spurensuche“ nach den tiefsten Schichten des Mythos der „Wilden Frau“. Diese vielschichtige und durchaus widersprüchliche Gestalt begegnet uns an etwa 50 weiteren Orten in der Vogelsberggegend. Verbirgt sich dahinter die germanische Göttin Hulda oder Holle, die als Gemahlin des Wodan verehrt wurde und als Hüterin der Familie, des Ackerbaus und der Viehzucht sowie des häuslichen Handwerks und der weiblichen Tugenden galt?