Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen
Am Freitag spreche ich auf der internationalen Klimakonferenz von EIKE über den Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen. Im Mittelpunkt meines Vortrags steht die Frage, welche Rolle große Flutkatastrophen seit dem frühen Holozän – also seit etwa 10.000 v. Chr. – für die Kulturgeschichte des Menschen gespielt haben.
Zahlreiche Überlieferungen und archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass solche Kataklysmen in verschiedenen Regionen der Alten Welt und Amerikas tiefgreifende Folgen hatten: Sie beeinflussten Siedlungsräume, lösten Migrationsbewegungen aus und setzten neue Besiedlungsimpulse in Gang.
In der Kürze der Zeit werde ich insbesondere auf Beispiele aus Ägypten, Mesopotamien und Altamerika eingehen. Dabei soll gezeigt werden, dass das Studium antiker Flutgeschichten keine
Sensationsforschung ist, sondern einen ernstzunehmenden Beitrag zum Verständnis vergangener Umwelt- und Klimadynamiken leisten kann. Es führt uns vor Augen, dass wir auf einem lebendigen Planeten mit
großen Ozeanen leben und dass Klima- und Wetterextreme seit jeher zu den Kräften gehören, die menschliche Gesellschaften zu Anpassung, Neuorientierung und Innovation gezwungen haben.
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Climate Change in the Mirror of Ancient Cultures
On Friday, I will be speaking at the international climate conference organized by EIKE on the topic of “Climate Change in the Mirror of Ancient Cultures.” The central question of my lecture is what role major flood catastrophes have played in human cultural history since the early Holocene—that is, since around 10,000 BC.
Numerous traditions and archaeological indications suggest that such cataclysms had profound consequences in various regions of the Old World and the Americas: they affected settlement areas, triggered migration movements, and initiated new waves of colonization and resettlement.
Given the limited time available, I will focus in particular on examples from Egypt, Mesopotamia, and Pre-Columbian America. The aim is to show that the study of ancient flood traditions is not a matter of sensationalism, but can make a serious contribution to our understanding of past environmental and climatic dynamics. It reminds us that we live on a dynamic planet with vast oceans, and that climatic and weather extremes have always been among the forces that compelled human societies to adapt, reorient themselves, and innovate.
Bild 01
Was erzählen uns alte Sintflutgeschichten über den Ursprung unserer Zivilisation? Welchen reellen Hintergrund haben die Erzählungen der Alten über gewaltige Kataklysmen in der Vorzeit? Darüber
berichte ich auf der kommenden Konferenz von EIKE, auf der weltweite Koryphäen der Klimaforschung über ihre Arbeit sprechen.
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What do ancient flood stories tell us about the origins of our civilization? What is the real basis for the stories told by the ancients about massive cataclysms in prehistoric times? I will be
discussing this at the upcoming EIKE conference, where leading figures in climate research from around the world will be speaking about their work.
Bild 03
Das Programm mit den Vortragstiteln und Teilnehmern. In der Inhaltsangabe sind auch die Institute und Herkunftsländer geschrieben. Sie dokumentieren, dass hochkarätige Wissenschaftler aus aller Welt
in Halle auftreten werden. Hier ist Seite 01.
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The program includes the lecture titles and participants. The table of contents also lists the institutions and countries of origin. It documents that top-class scientists from all over the world
will be speaking in Halle. This is page 1.
Bild 04
Es ist meine zweite Teilnahme an einer EIKE-Konferenz. Die erste war in Braunsbedra, die unrühmlich mit erheblichen Beschädigungen an unserer Zentralwerkstatt Pfännerhall in Braunsbedra endete.
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This is my second time attending an EIKE conference. My first was in Braunsbedra, which ended ignominiously with significant damage to our central workshop, Pfännerhall, in Braunsbedra.
Nachruf auf Dr. Hans Jelitto
Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres Freundes und Forschungskollegen Dr. Hans-Jelitto erfahren. Hans war ein außergewöhnlicher Wissenschaftler, dessen analytischer Scharfsinn, physikalisches Verständnis und mathematische Begabung weit über das Übliche hinausgingen. Besonders seine Forschungen zur Cheops-Pyramide haben unser Denken nachhaltig geprägt. Seine Arbeiten zu den geometrischen Proportionen der Pyramiden sowie zur bemerkenswert präzisen und nahezu fugenlosen Steinbearbeitung der alten Ägypter eröffneten neue Perspektiven auf eines der größten Bauwerke der Menschheitsgeschichte.
Mit seiner Fähigkeit, etablierte Sichtweisen kritisch zu hinterfragen und komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen, betrat Hans an den Pyramiden von Gizeh wissenschaftliches Neuland. Er zeigte Wege auf, die zuvor kaum jemand zu denken gewagt hatte, und inspirierte damit zahlreiche Forscher und Interessierte weit über die Grenzen seines Fachgebietes hinaus.
Am 19. März 2026 verstarb Hans in Hamburg infolge einer viel zu spät erkannten und unzureichend behandelten Herzschwäche. Sein Tod kam viel zu früh. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen herausragenden Physiker, sondern auch einen aufrichtigen Menschen, engagierten Forscher und treuen Weggefährten.
Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit, für die Gespräche, die Ideen und die Inspiration, die Hans uns geschenkt hat. Sein wissenschaftliches Erbe wird weiterleben – in seinen Veröffentlichungen, seinen Gedanken und in den Forschungsprojekten, die durch seine Arbeit angestoßen wurden.
Auch auf unseren Kanälen werden wir künftig immer wieder an Hans erinnern und seine wertvollen Beiträge zur Pyramidenforschung würdigen. Sein Vermächtnis wird uns begleiten und motivieren, die offenen Fragen der Vergangenheit mit derselben Neugier, Beharrlichkeit und Leidenschaft weiterzuverfolgen, die ihn auszeichneten.
Ruhe in Frieden, lieber Hans.
Dominique Görlitz
und das Team von ABORA & Nuoviso
Bitte schaut unseren Nachruf für Dr. Hans-Jelitto auf ABORA TV:
https://www.youtube.com/watch?v=gSzONPFHvek
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Obituary for Dr. Hans-Jelitto
It is with great sadness that we learned of the death of our friend and research colleague, Dr. Hans-Jelitto. Hans was an exceptional scientist whose analytical acumen, understanding of physics, and mathematical talent far exceeded the norm. His research on the Great Pyramid of Giza, in particular, has profoundly shaped our thinking. His work on the geometric proportions of the pyramids, as well as on the remarkably precise and virtually seamless stonework of the ancient Egyptians, opened up new perspectives on one of the greatest structures in human history.
With his ability to critically examine established viewpoints and to make complex relationships understandable, Hans broke new scientific ground at the Pyramids of Giza. He revealed paths that hardly anyone had dared to consider before, inspiring numerous researchers and enthusiasts far beyond the boundaries of his field.
On March 19, 2026, Hans passed away in Hamburg as a result of heart failure that was diagnosed far too late and inadequately treated. His death came far too soon. With him, we lose not only an outstanding physicist, but also a sincere person, a dedicated researcher, and a loyal companion.
We are grateful for the time we shared, for the conversations, the ideas, and the inspiration Hans gave us. His scientific legacy will live on—in his publications, his thoughts, and in the research projects initiated by his work.
We will continue to remember Hans on our channels and honour his valuable contributions to pyramid research. His legacy will guide and motivate us to pursue the open questions of the past with the same curiosity, perseverance, and passion that characterized him.
Rest in peace, dear Hans.
Dominique Görlitz and the ABORA & Nuoviso team
Please watch our obituary for Dr. Hans-Jelitto on ABORA TV:
https://www.youtube.com/watch?v=gSzONPFHvek
Bild 01
Fast unbemerkt von unserer Gemeinschaft ging Hans-Jelitto schon am 19. März 2026 von uns. Dank seiner Familie sind wir an diese Informationen gekommen. Der Nuoviso-Film im Anhang soll ihm Ehre und
seinen Platz in unserem Universum sicherstellen. R.I.P. lieber Hans!!!
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Almost unnoticed by our community, Hans-Jelitto passed away on March 19, 2026. Thanks to his family, we have this information. The attached Nuoviso film is intended to honor him and ensure his place
in our universe. Rest in peace, dear Hans!
Bild 02
Unvergessen werden Deine Arbeiten zu den Größenverhältnissen der Pyramiden von Gizeh bleiben. Dass sie in einem Verhältnis mit dem Durchmesser der Sonne und den inneren Planeten Merkur sowie Venus
stehen, ist eine fantastische Entdeckung.
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Your work on the relative sizes of the Pyramids of Giza will remain unforgettable. The fact that they are in proportion to the diameter of the sun and the inner planets Mercury and Venus is a
fantastic discovery.
Bild 03
In die gleiche Kategorie “TOP-Leistungen in der Wissenschaft“ gehören seine Arbeiten zur fast verlustfreien Trennung von Steinen im alten Ägypten. Dafür untersuchte Hans die Steinblöcke
sprichwörtlich mit dem Vergrößerungsglas. Fugenübergreifende Strukturen sitzen so präzise übereinander als wären die Blöcke nie getrennt worden…
Dazu muss man den Film im Link unbedingt anschauen!!!
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His work on the almost lossless separation of stones in ancient Egypt belongs in the same category of "top achievements in science." For this, Hans literally examined the stone blocks with a
magnifying glass. The structures spanning the joints are so precisely aligned that it appears as if the blocks had never been separated… You absolutely must watch the video linked here!!!
Bild 04
Aber auch auf unseren ABORA-Kongressen, ob in Lennestadt oder Braunsbedra, war Hans regelmäßig unser Gast. Hier auf unserem Kongress über die Pyramiden im alten Ägypten. Neben Dr. Hans Jelitto war es
auch unser letzter gemeinsamer Auftritt mit Erich von Däniken, der ebenfalls dieses Jahr von uns ging.
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But Hans was also a regular guest at our ABORA congresses, whether in Lennestadt or Braunsbedra. Here he is at our congress on the pyramids in ancient Egypt. Besides Dr. Hans Jelitto, this was also
our last joint appearance with Erich von Däniken, who also passed away this year.
Die Kanarischen Stufenpyramiden – älter als gedacht?
Im Rahmen unserer geplanten OSL-Konferenz am 3. Juli 2026 in Santa Cruz de Tenerife stellen wir die aktuellen Forschungsergebnisse vor, die das Verständnis der Besiedlung und kulturellen
Entwicklung der Kanarischen Inseln grundlegend neu bewerten könnten. Im Zentrum stehen erstmals systematische OSL-Datierungen (Optically Stimulated Luminescence) an Stufenbauten aus Trockenmauerwerk
– insbesondere an zwei Komplexen im Gebiet von Icod de los Vinos auf Teneriffa.
Die neuen Daten weisen darauf hin, dass diese Anlagen nicht historischen Ursprungs sind, sondern auf eine ältere, mehrphasige Nutzungsgeschichte zurückgehen, die weit bis in vorchristliche Zeiträume reicht. Damit stehen etablierte Modelle zur späten Besiedlung der Inseln zunehmend unter Revisionsdruck.
Diese Ergebnisse werfen weiterführende Fragen auf: Wenn Teile dieser Strukturen tatsächlich deutlich älter sind, welche kulturellen Impulse standen am Anfang ihrer Errichtung? Und in welchem Zusammenhang stehen sie mit möglichen frühen maritimen Kontakten im atlantischen Raum?
Begleitende Analysen aus Archäologie, Archäoastronomie und Biogeographie liefern zusätzliche Indizien dafür, dass die Kanaren nicht isoliert betrachtet werden können. Vielmehr könnten sie Teil eines größeren Netzwerks gewesen sein, das bereits in prähistorischer Zeit Fernkontakte und Wissensaustausch ermöglichte. In diesem Kontext gewinnen auch bislang randständige Hypothesen über frühe transatlantische oder mediterrane Verbindungen neue Relevanz.
Die OSL-Konferenz bringt internationale Expertinnen und Experten zusammen, um diese neuen Daten kritisch zu diskutieren und in einen größeren wissenschaftlichen Zusammenhang einzuordnen. Ziel ist es, die Konsequenzen dieser Datierungen offen zu beleuchten – sowohl für die Chronologie der Inselbesiedlung als auch für unser Verständnis früher maritimer Kulturen.
Stehen wir möglicherweise vor einer Neubewertung der atlantischen Frühgeschichte?
Schlüsselwörter: Teneriffa, Stufenbauten, OSL-Datierung, Archäoastronomie, Experimentalarchäologie, Invasionsbiologie, Navigation, Guanchen, Atlantik
Zeit:
3. Juli 2026; Beginn: 11 Uhr; Ende ca. 20 Uhr
Ort:
Museum of Natural History and Archaeology (MUNA),
38003 Santa Cruz de Tenerife
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Canary Islands Step Pyramids – Older than previously thought?
As part of our upcoming OSL conference on July 3rd, 2026, in Santa Cruz de Tenerife, we will present new research findings that may fundamentally reshape our understanding of the settlement
and cultural development of the Canary Islands. For the first time, the focus is on systematic OSL dating (Optically Stimulated Luminescence) of dry-stone step structures—particularly at two
complexes in the area of Icod de los Vinos on North Tenerife.
The new data suggest that these structures are not of purely historical origin, but instead reflect an older, multi-phase history of use that extends far back into pre-Christian periods. As a result, established models of a relatively late settlement of the islands are increasingly coming under pressure.
These findings raise further questions: If parts of these structures are indeed significantly older, what cultural impulses lay behind their construction? And how might they relate to possible early maritime contacts within the Atlantic region?
Complementary analyses from archaeology, archaeastronomy, and biogeography provide additional indications that the Canary Islands should not be viewed in isolation. Rather, they may have been part of a broader network that enabled long-distance contacts and the exchange of knowledge already in prehistoric times. In this context, previously marginal hypotheses concerning early transatlantic or Mediterranean connections are gaining renewed relevance.
The OSL conference will bring together international experts to critically discuss these new data and place them within a broader scientific framework. The aim is to openly explore the implications of these datings—both for the chronology of island settlement and for our understanding of early maritime cultures.
Are we on the verge of a reassessment of early Atlantic history?
Keywords: Tenerife, stepped structures, OSL dating, archaeoastronomy, experimental archaeology, invasion biology, navigation, Guanches, Atlantic Ocean
Time:
July 3rd, 2026; beginning 11 AM; end ca. 8 PM
Location:
Museum of Natural History and Archaeology (MUNA),
38003 Santa Cruz de Tenerife
ABORA-Nuoviso-Konferenz am 3. Juli 2026
Die Stufenpyramiden der Kanarischen Inseln –
älter als gedacht?
Uhrzeit Programm
11:00 Uhr Begrüßung durch José Carlos Acha Domínguez, Ratsvorsitzender der OAMC (Autonome Organisation der Museen und Zentren Teneriffas)
11:15 Uhr Begrüßung durch den Direktor des Archäologischen Museums und des Kanarischen Instituts für Bioanthropologie, Dr. Conrado Rodríguez-Maffiotte Martin, Teneriffa
11:30 Uhr „Das ABORA-Kanarenprojekt – Schlüssel zum vergessenen Ursprung der Guanchen“ Dr. Dominique Görlitz, Biogeograph, Deutschland, (Englisch)
12:15 Uhr „Typologie der Pyramiden der Kanarischen Inseln“ Gustavo R. Sánchez, Privatforscher, Teneriffa, (Spanisch)
12:45 Uhr „Die Nachtschattengewächse der Kanarischen Inseln und ihre ethnobotanische Bedeutung“, Dr. Jonay Cubas, Botaniker, Tenerife, (Spanisch)
14:15 Uhr „Aktueller Forschungsstand zu den Mumien der Kanarischen Inseln“ Dr. Dominique Görlitz & Dr. Jorge S. Sánchez, Kernphysiker, Spanien (Englisch)
14:00 PM Mittagspause
16:00 PM „Zusammenfassung zur Mumifizierung auf den Kanarischen Inseln“ Conrado Rodríguez-Maffiotte Martin, Bioanthropologe, Tenerife (Englisch?)
16:30 Uhr „OSL-Datierung zweier Pyramiden auf Teneriffa“ Dr. George Polymeris, Kernphysiker, Griechenland & Dr. Jorge S. Sánchez (Englisch)
17:15 Uhr „Stufenbauten auf Teneriffa: Architektur zwischen Landschaft, Himmel und Interpretation im Kontext der Kanarischen
Inseln“
Dr. Michael Rappenglück, Vize Präs. der SEAG, Germany, (Englisch)
18:00 PM „Die Bedeutung der OSL-Studie für die Archäologie der Kanarischen Inseln“ Prof. Dr. Carmen del Arco, Archäologe, Teneriffa, (Spanisch)
18:30 Uhr Pause und zur Vorbereitung auf die Gesprächsrunde Diskussion
19:00 Uhr Moderierte Gesprächsrunde mit allen Referenten und dem Publikum
20:00 Uhr Informelles Beisammensein
Was, wenn die Geschichte der Stufenpyramiden völlig falsch erzählt wird?
Im neuen Teil meiner Horus-Ausbreitungssaga auf ABORA TV (Nuoviso) gehe ich einer brisanten Spur nach: Hinweise verdichten sich, dass alte mesopotamische Traditionen nicht isoliert entstanden, sondern sich über Oberägypten bis in den Mittelmeerraum ausgebreitet haben. Gemeinsam mit Frank Stoner präsentieren wir erstmals eine völlig neue Theorie über eine Seemacht der Jungsteinzeit.
Und genau hier wird es spannend: Zeitgleich taucht überall derselbe architektonische Code auf – Stufenpyramiden. Zufall? Oder Ausdruck eines gemeinsamen Wissenssystems, das wir bis heute nicht vollständig verstanden haben?
Neue Impulse, unter anderem aus der Forschung des britischen Minoan-Experten Peter Tompkins und Ausgrabungsleiter in Knossos, liefern bemerkenswerte Parallelen und stützen die These eines weit verzweigten kulturellen Netzwerks – möglicherweise verbunden durch kosmologisches Wissen und astronomische Orientierung.
Haben wir es hier mit einer frühen „Globalisierung“ des Wissens zu tun?
Die Stufenbauten sind keine isolierten Bauwerke – sie übersetzen ein kosmisches Verständnis der Welt in Architektur und verbinden Himmel, Zeit und Landschaft zu einem kulturellen Gesamtbild. Alle
Befunde sprechen dafür eine deutliche Sprache…
https://www.youtube.com/watch?v=EY3MP_1W4N4
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What if the history of step pyramids has been told completely wrong?
In the latest episode of my Horus Expansion Saga on ABORA TV (Nuoviso), I follow a provocative trail of evidence: Increasing indications suggest that ancient Mesopotamian traditions did not develop in isolation, but spread via Upper Egypt into the Mediterranean world. Together with Frank Stoner, we present—for the first time—a completely new theory about a Neolithic seafaring power.
And this is where it gets truly intriguing: At the same time, the same architectural code appears across vast regions—step pyramids. Coincidence? Or the expression of a shared system of knowledge we have yet to fully understand?
New insights, including research by British Minoan expert Peter Tompkins and former excavation director at Knossos, reveal striking parallels and support the idea of a far-reaching cultural network—possibly connected through cosmological knowledge and astronomical orientation.
Are we looking at an early form of “globalized” knowledge?
Step structures are not isolated monuments – they translate a cosmological understanding of the world into architecture, linking sky, time, and landscape into a unified cultural expression. The evidence is beginning to speak for itself…
Traurige Erinnerungen an ABORA I
Der Brandanschlag in Auligk bei Pegau im Jahr 2000
Nach ihrem viel beachteten Auftritt auf der BOOT Düsseldorf im Jahr 2000 schien für die ABORA I ein neues Kapitel zu beginnen. Das Schilfboot, Symbol eines kühnen Forschungsansatzes, wurde auf der Düsseldorf BOAT 2000 ausgestellt – greifbar nah für die Menschen vor Ort. Doch nur zwei Wochen später nach ihrem Rücktransport geschah das Unfassbare.
In einer Nacht, die alles verändern sollte, fiel die ABORA I einem Brandanschlag zum Opfer.
Flammen zerstörten nicht nur ein Schiff – sie trafen eine Vision. Vermittelt durch den ehemaligen FDP-Chef Guido Westerwelle erhielten wir erstmals Kontakt zu Großsponsoren. Sie alle waren motiviert,
uns zu fördern. Ein Sponsor wollte sogar, dass die ABORA I restauriert, die Olympischen Spiele in Athen 2004 eröffnen sollte…
Doch dann kam die Hiobsbotschaft – unbekannte Täter zündelten an unserer ABORA I und bannten uns zurück in die Steinzeit. Ein Millionenschaden. Und keiner wollte mehr durch die Negativnachrichten mit
uns zusammenarbeiten.
Was als Rückschlag begann, wurde zugleich zu einem Wendepunkt.
Denn aus der Asche der ABORA I entstand etwas Größeres:
der unerschütterliche Wille, die Geschichte neu zu erforschen – und die Reise fortzusetzen.
Sad Memories of ABORA I - The Arson Attack in Auligk near Pegau, 2000
After its widely acclaimed appearance at the BOOT Düsseldorf in 2000, a new chapter seemed to begin for ABORA I. The reed boat—symbol of a bold research vision—was exhibited at the Düsseldorf Boat Show, tangible and close to the public. But just two weeks after its return, the unimaginable happened.
On a night that would change everything, ABORA I fell victim to an arson attack. The flames did not only destroy a vessel—they struck at a vision. Through former FDP leader Guido Westerwelle, we
had just established our first contacts with major sponsors.
They were ready to support us. One sponsor even envisioned ABORA I being restored to open the Olympic Games in Athens in 2004…
Then came the devastating news: unknown perpetrators set fire to ABORA I – casting us back into the Stone Age. The damage reached into the millions. And in the wake of the negative headlines, no one was willing to collaborate with us anymore.
What began as a setback became a turning point.
From the ashes of ABORA I, something greater emerged:
an unbreakable determination to rediscover history—
and to continue the journey.
Bild 01:
Die ABORA I wurde zwischen 1997 bis 1999 in Deutschland und auf Sardinien gebaut. Sie segelte 1999 im westlichen Mittelmeer zwischen den Inseln Sardinien, Korsika, Elba bis zur italienischen
Hafenstadt Piombino. Es war unsere erste Großexpedition. Danach erhielten wir von unserem ehemaligen Sponsor Turisardo Düsseldorf die Möglichkeit, uns mit dem geborgenen Schiff auf der BOAT 2000 zu
präsentieren.
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The ABORA I was built in Germany and Sardinia between 1997 and 1999. In 1999, she sailed in the western Mediterranean between the islands of Sardinia, Corsica, and Elba, reaching the Italian port
city of Piombino. It was our first major expedition. Afterwards, our former sponsor, Turisardo Düsseldorf, gave us the opportunity to present the salvaged vessel at BOAT 2000.
Bild 02
Die Ausstellung auf der BOAT 2000 endete zwar mit einem riesigen Erfolg. Doch nur zwei Wochen nach dem Rücktransport in die sächsische Heimat nach Auligk bei Pegau (nahe Leipzig) wurde sie ein Opfer
des Feuers. Die Polizei konnte die Täter nie ermitteln. Sie hatten uns jedoch mit diesem furchtbaren Akt in die Steinzeit zurück katapultiert…
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The exhibition at BOAT 2000 was a resounding success. However, just two weeks after being transported back to its Saxon home in Auligk near Pegau (close to Leipzig), it fell victim to fire. The
police were never able to identify the perpetrators. With this terrible act, however, they had catapulted us back to the Stone Age…
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Die Ausstellung in Düsseldorf endete sehr erfolgreich. Es lagen mehrere Angebote vor, unsere Expedition in einem viel größeren Rahmen fortzusetzen. Das griechische Unternehmen MINOAN LINES wollte uns
die ABORA I sogar für 4 Millionen DM abkaufen, um mit ihr die Olympischen Spiele 2004 zu eröffnen!!!
Mit dieser Summe hätten wir die ABORA I nicht nur total rekonstruiert, sondern auch mit einer neuen ABORA II die Olympischen Spiele würdig eröffnet…
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The exhibition in Düsseldorf was a great success. We received several offers to continue our expedition on a much larger scale. The Greek company MINOAN LINES even wanted to buy the ABORA I from us
for 4 million DM to open the 2004 Olympic Games with it!!! With that sum, we could not only have completely reconstructed the ABORA I, but also opened the Olympic Games in style with a new ABORA
II…
Bild 04
Einer der neugewonnenen Förderer war der aufstrebende FDP Generalsekretär Guido Westerwelle. Er war über Schiff, Crew und Projektidee als Freier Demokrat total begeistert und zündete den ehemaligen
Telekom-Chef Ron Sommer an, uns in der Zukunft zu sponsoren. Durch die negativen Nachrichten in den Medien sprangen jedoch unsere „Neulinge im Sponsoring“ genauso schnell ab, wie sie gekommen waren!
Dabei trugen wir für die Brandanschlag nicht die geringste Verantwortung.
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One of our newly acquired supporters was the up-and-coming FDP General Secretary Guido Westerwelle. As a Free Democrat, he was completely enthusiastic about the ship, the crew, and the project idea,
and persuaded former Telekom CEO Ron Sommer to sponsor us in the future. Due to the negative media coverage, our "newcomers to sponsorship" withdrew as quickly as they had arrived! And we bore
absolutely no responsibility for the arson attack.
Bild 05
Welch einen prächtigen Eindruck hätte unsere ABORA I auf der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen gemacht? Außer einem Haufen Asche und zerstörter Hoffnungen blieb uns nichts
außer unsere Zuversicht mit einem neuen Projekt – der ABORA II – es noch einmal zu versuchen.
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What a magnificent impression our ABORA I would have made at the opening ceremony in Athens at the Olypmic Games 2004? Apart from a pile of ashes and shattered hopes, we were left with nothing but
our confidence to try again with a new project – the ABORA II.
Liebe Community,
unsere Aktivitäten über die vorgeschichtliche Seefahrt und Kulturverbreitung arbeitet seit drei Jahren an der Suche nach den Anfängen der Stufenpyramiden bauenden Völker im Mittelmeerraum und auf
den Kanarischen Inseln.
Vieles wurde über unser aktuelles OSL-Projekt schon berichtet, aber erst durch die Partnerschaft mit Prof. Peter Tompkins (University of Nottingham) habe ich einen wichtigen >>missing
link<< erhalten, der mich motiviert, nach drei Jahrzehnten mit der ganzen Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.
Das ist die „Seemacht der Jungsteinzeit“ – ein bisher wenig beachtetes Volk aus dem Zweistromtal (griech. Mesopotamien) – das sich vor fast 6.000 Jahren auf den Weg machte, ihr Brauchtum, ihre
Architektur und Religion über das Niltal, die Levante und vermutlich sogar bis an den Rand der Alten Welt zu verbreiten. Dieser Kulturträger taucht vielfach auf mit vielfältigen Namen: Shemsu Hor,
Negade-Kultur, Proto-Phönizier usw.
Dieses Studiogespräch mit Frank Stoner auf ABORA TV / Nuoviso TV enthüllt zum ersten Mal die wahren Hintergründe und Motivation sich diesen Pionieren der Seefahrt zu zuwenden! Hier der Link zum Thema
(Teil 1):
https://www.youtube.com/watch?v=pYHP7HW2cBk
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Dear Community,
Our work on prehistoric seafaring and cultural dispersal has been focused for three years on tracing the origins of the step pyramid-building peoples in the Mediterranean and the Canary Islands.
Much has already been reported about our current OSL project, but it was only through our partnership with Prof. Peter Tompkins (University of Nottingham) that I gained a crucial "missing link," motivating me to finally share the full story with the public after three decades.
This is the "sea power of the Neolithic Age"—a previously little-known people from the Mesopotamian Valley (Greek: Mesopotamia)—who set out almost 6,000 years ago to spread their customs, architecture, and religion across the Nile Valley, the Levant, and presumably even to the edge of the Old World. This cultural entity appears under many names: Shemsu Hor, Negade culture, Proto-Phoenicians, etc.
This studio interview with Frank Stoner on ABORA TV / Nuoviso TV reveals for the first time the true background and motivation for studying these seafaring pioneers! Here is the link to the topic (Part 1):
Steinanalysen und Materialherkunft der Pyramiden von Güímar
Im Rahmen unserer aktuellen Untersuchungen an den Stufenpyramiden von Güímar konnten wir durch spektrometrische Analysen eine bereits in den frühen 1990er Jahren formulierte Beobachtung von Thor Heyerdahl sowie eines amerikanischen Geologen aus Güímar erstmals physikalisch bestätigen. Diese frühere Hypothese besagte, dass insbesondere die südlich gelegenen Pyramidenstrukturen – vor allem Pyramide Nr. 5 und Nr. 6 – aus Baumaterial bestehen, das nicht aus dem unmittelbaren Untergrund stammt, sondern aus einem etwa zwei Kilometer entfernten Steinbruch herangeschafft wurde.
Unsere aktuellen Messungen zeigen nun eindeutig, dass sich die isotopische Signatur der verbauten Steine der südlichen Stufenbauten signifikant von jener des lokalen Untergrunds unterscheidet. Damit konnte erstmals ein klarer physikalischer Nachweis für den Transport des Baumaterials über eine größere Distanz erbracht werden.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Untersuchung war der Zugang zum Schacht der Pyramide Nr. 4, in dem für frühere wissenschaftliche Studien ein Zugang bis auf den ursprünglichen Untergrund freigelegt wurde. Die dort gewonnenen Referenzdaten des anstehenden Gesteins zeigen eine isotopische Übereinstimmung mit den nördlich gelegenen Pyramidenanlagen. Dies bestätigt, dass diese Bauwerke direkt aus lokalem Material errichtet wurden, während die südlichen Strukturen offensichtlich auf extern beschaffte Ressourcen zurückgreifen.
Die Neubewertung der Materialherkunft der südlichen Pyramiden gewinnt zusätzliche Bedeutung durch unsere archäoastronomischen Untersuchungen. Diese zeigen, dass die Sichtachse der Pyramide Nr. 5 heute durch den Güímar-Vulkan blockiert wird. Geologische Rekonstruktionen bestätigen, dass sich dieser Vulkan erst um etwa 800 v. Chr. zwischen die Pyramide und die Cueva del Galdar geschoben hat. Zuvor bestand eine freie Sichtverbindung entlang dieser Achse.
Vor diesem Hintergrund erscheint der erhebliche Aufwand, Baumaterial aus einer Entfernung von rund zwei Kilometern auf das etwa 65.000 m² große Plateau zu transportieren, besonders bemerkenswert. Eine geringfügige Verschiebung der Bauposition hätte ausgereicht, um die Sichtachse dauerhaft frei zu halten. Dass dies nicht erfolgte und gleichzeitig nicht-lokales Material verwendet wurde, stellt ein starkes Indiz dafür dar, dass die Errichtung der Pyramide in eine Zeit fällt, in der die heutige topographische Situation noch nicht bestand. Diese Befunde liefern somit Hinweise darauf, dass zumindest Teile der Stufenpyramiden von Güímar deutlich älter sein könnten als bislang angenommen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es von zentraler Bedeutung, in naher Zukunft eine weiterführende OSL-Datierung der Stufenpyramiden auf Teneriffa durchführen zu können, um die gewonnenen
Ergebnisse chronologisch präzise einzuordnen.
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Stone Analyses and Material Provenance of the Pyramids of Güímar
Within the framework of our recent investigations of the step pyramids of Güímar, spectrometric analyses have enabled us to physically confirm, for the first time, an observation originally proposed in the early 1990s by Thor Heyerdahl and an American geologist from Güímar. This earlier hypothesis suggested that the southern pyramid structures—particularly Pyramid No. 5 and No. 6—were constructed using building material that does not originate from the immediate subsoil, but was instead transported from a quarry located approximately two kilometers away.
Our current measurements clearly demonstrate that the isotopic signature of the stones used in the southern step structures differs significantly from that of the local substrate. This provides, for the first time, a clear physical confirmation that the construction material was transported over a considerable distance.
A key component of this investigation was access to the shaft of Pyramid No. 4, where earlier scientific studies had opened a passage down to the original bedrock. The reference data obtained from the in situ geological substrate show an isotopic correspondence with the northern pyramid structures. This confirms that these constructions were built directly from local material, whereas the southern structures evidently relied on externally sourced resources.
The reassessment of the material provenance of the southern pyramids gains additional significance in light of our archaeoastronomical investigations. These indicate that the line of sight of Pyramid No. 5 is today obstructed by the Güímar volcano. Geological reconstructions confirm that this volcanic structure emerged only around 800 BC, positioning itself between the pyramid and the Cueva del Galdar. Prior to this event, a clear line of sight existed along this axis.
Against this background, the considerable effort involved in transporting building material over a distance of approximately two kilometers to the roughly 65,000 m² plateau appears particularly noteworthy. A minor shift in the construction position would have been sufficient to maintain a permanently unobstructed line of sight. The fact that this was not the case, and that non-local material was used instead, constitutes a strong indication that the construction of the pyramid dates to a period when the present-day topographical situation had not yet developed.
These findings therefore suggest that at least parts of the step pyramids of Güímar may be significantly older than previously assumed. In this context, it is of central importance to pursue further OSL dating of the step pyramids on Tenerife in the near future, in order to place these results within a precise chronological framework.
Bild 01
Blick in den Sonnenaufgang auf die Stufenpyramide Nr. 4. Sie gehört zu den nördlichen Pyramiden auf dem Güímar-Komplex. Ihre Längsachse ist auf den Roque Bentayga, ein uraltes Bergheiligtum, auf
der Insel Gran Canaria ausgerichtet. Die sorgfältig ausgearbeiteten Steinstufen lassen die offizielle Erklärung von landwirtschaftlichen Anlagen schwer vorstellbar erscheinen.
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A view of the sunrise over Step Pyramid No. 4. It is one of the northern pyramids in the Güímar complex. Its longitudinal axis is aligned with Roque Bentayga, an ancient mountain sanctuary on the
island of Gran Canaria. The meticulously crafted stone steps make the official explanation of agricultural structures seem difficult to imagine.
Bild 02
Bild auf den gesamten nördlichen Komplex im Pyramidenpark Güímar. Die englischen Bezeichnungen geben die Orte an, wo wir die Gamma-Strahlung gemessen haben. Besonders wichtig ist der Schacht (Hole
Survey) auf der Pyramide Nr. 4. Dort grub man im Jahr 2000 bis auf den Untergrund, um nach organischen Resten für eine C14-Analsyse zu suchen. Leider ohne Ergebnis.
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Image of the entire northern complex in the Güímar Pyramid Park. The English labels indicate the locations where we measured gamma radiation. The Hole Survey shaft on Pyramid No. 4 is particularly
important. In 2000, excavations were carried out there down to the subsoil in a search for organic remains for carbon-14 analysis. Unfortunately, this yielded no results.
Bild 03
Die Parkleitung erlaubte uns nach 26 Jahren erstmals wieder den Einstieg in den Pyramidenschacht. Alle waren positiv erstaunt, dass die bergwerkliche Anlage noch so gut intakt war.
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The park management allowed us to enter the pyramid shaft again for the first time in 26 years. Everyone was pleasantly surprised that the mining facility was still in such good condition.
Bild 04
Dr. Jorge Sánchez führte in 4 m Tiefe mehrere Messungen durch. Die Isotopien zeigten eine große Übereinstimmung sowohl mit den Pyramidenbausteinen als auch mit dem umliegenden Grundgestein. Damit
sind diese Stufenbauten im nördlichen Teil mit Material vor Ort errichtet wurden.
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Dr. Jorge Sánchez conducted several measurements at a depth of 4 meters. The isotopes showed a high degree of similarity with both the pyramid building blocks and the surrounding bedrock. This
indicates that these stepped structures in the northern part were built using locally sourced material.
Bild 05
Noch einmal das Bild auf die Ausrichtung der Stufenbauten, die vornehmlich nach Osten orientiert sind. Nach unseren Gamma-Messungen war besonders aufschlussreich, dass die südlichen Bauten (5
& 6) eine andere Isotopie aufwiesen als die anderen Pyramiden (1, 2, 3 & 4). Viele Pyramiden weisen alle auf Heiligtümer auf der Nachbarinsel Gran Canaria.
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Once again, the image shows the orientation of the stepped structures, which are primarily oriented towards the east. Our gamma measurements revealed that the southern structures (5 & 6)
exhibited a different isotope than the other pyramids (1, 2, 3 & 4). Many of the pyramids point to sanctuaries on the neighboring island of Gran Canaria.
Bild 06
Blick auf die beiden südlichen Pyramiden. Die Pyramide Nr. 5 ist präzise auf El Galdar in Nord Gran Canaria ausgerichtet. Um etwa 800 v. Chr. entstand der Küstenvulkan von Güímar, der sich genau in
die Sichtachse zwischen beiden Heiligtümern schob. Die Frage, die bleibt, ist, fand die Errichtung der Pyramide vor oder nach der Eruption statt? Dies kann nur eine OSL-Datierung beantworten, wie wir
es schon bei den Pyramiden von Icod del Vinos erfolgreich praktiziert haben!
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A view of the two southern pyramids. Pyramid No. 5 is precisely aligned with El Galdar in northern Gran Canaria. Around 800 BC, the coastal volcano of Güímar was formed, its eruption directly
obstructing the line of sight between the two sanctuaries. The question that remains is whether the pyramid was built before or after the eruption. Only OSL dating can answer this, as we have already
successfully done with the pyramids of Icod del Vinos!
Bild 07
Ein weiterer Kandidat für eine zweite OSL-Datierung ist die Hauptpyramide in dem Komplex von Chio im Süden von Teneriffa. In unserem Team wird sie scherzhaft als „Monte D´Accoddi Due (Zwei)“
bezeichnet. Wie auf Nordsardinien weist sie in südöstlicher Richtung eine klar ausgerichtete Rampe auf, die auf die obere Plattform des Pyramidenstumpfs führt. Und wie einige Bauwerke im
Mittelmeerraum weist sie eine kleine Kammer auf der obersten Plattform auf. Alles an diesem Bauwerk und ihrem Umfeld scheint sehr alt zu sein. Aus diesem Grund sind wir dabei, mit den Eignern Kontakt
aufzunehmen, um eine Genehmigung wie in Güímar zu erlangen.
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Another candidate for a second OSL dating is the main pyramid in the Chio complex in southern Tenerife. Our team jokingly refers to it as "Monte D'Accoddi Due (Two)." Like the pyramid in northern
Sardinia, it features a clearly oriented ramp facing southeast, leading to the upper platform of the truncated pyramid. And like some structures in the Mediterranean, it has a small chamber on the
top platform. Everything about this structure and its surroundings appears to be very old. For this reason, we are in the process of contacting the owners to obtain a permit similar to the one
granted in Güímar.
Erste Forschungsreise nach Teneriffa – Ein entscheidender Schritt für die OSL
Unsere jüngste Reise zu den Pyramiden von Teneriffa markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Forschung. Im Zentrum stand die präzise Bestimmung der natürlichen Strahlung, um unsere OSL-Datierungen endgültig abzusichern. Dafür brachte Dr. Jorge Sánchez ein tragbares Gamma-Spektrometer mit – ein entscheidendes Instrument, um die Altersberechnungen der Pyramiden weiter zu verfeinern.
Neben den bereits untersuchten Anlagen von Santo Domingo und San Marcos konnten wir erstmals auch im Pyramidenpark von Güímar Messungen durchführen. Die erneute Unterstützung der Parkleitung und der Zugang zu den Stufenbauten sind für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert.
Ein besonderer Moment war das Treffen mit Prof. Carmen del Arco und der Parkleitung in Güímar: Die Präsentation unserer vorläufigen Ergebnisse sorgte für große Aufmerksamkeit – insbesondere aufgrund des unerwartet hohen Alters der Pyramiden. Eine Veröffentlichung konkreter Datierungen erfolgt derzeit bewusst noch nicht, da sich die finalen Ergebnisse erst nach vollständigem Abgleich der OSL-Signale mit der natürlichen Radioaktivität der Umgebung sowie den nun erhobenen Gamma-Strahlungswerten valide bestimmen lassen. Dieser letzte Schritt jedoch steht kurz bevor.
Gemeinsam mit unseren archäologischen Partnern planen wir nun eine öffentliche Präsentation der finalen Resultate Anfang Juli 2026 auf den Kanaren – ein Moment, der das Verständnis dieser Anlagen
grundlegend verändern könnte. Wir informieren allen, wenn es soweit ist!
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First Research Expedition to Tenerife – A Crucial Step for our OSL Analysis
Our recent journey to the pyramids of Tenerife marks an important milestone in our research. The primary focus was the precise determination of natural radiation in order to reliably finalize our OSL dating results. For this purpose, Dr. Jorge Sánchez brought a portable gamma spectrometer—an essential tool to further refine the age calculations of the pyramids.
In addition to the already investigated sites of Santo Domingo and San Marcos, we were able, for the first time, to conduct measurements in the Pyramids of Güímar. The continued support of the park management and the access to the step structures are of invaluable importance to our work.
A particularly significant moment was our meeting with Prof. Carmen del Arco and the park management in Güímar. The presentation of our preliminary results attracted considerable attention—especially due to the unexpectedly high age of the pyramids. At this stage, we are deliberately refraining from publishing specific dates, as the final results can only be validated after a full calibration of the OSL signals with both the natural environmental radioactivity and the newly acquired gamma radiation data. However, this final step is now imminent.
Together with our archaeological partners, we are planning a public presentation of the final results in early July 2026 in the Canary Islands—a moment that could fundamentally change our understanding of these structures. We will keep you informed as soon as the time comes.
Bild 01
Die Stufenpyramiden auf den Kanaren beherbergen noch viele Rätsel. Neben ihrem Alter tappen die Forscher auch im Dunkeln, welche Funktion sie besaßen. Dieses Luftbild von den Stufenbauten in Santo
Domingo offenbart, dass dieser Komplex möglicherweise in riesiger Makrokalender war, um den Lauf der Gestirne in dem riesen kesselartigen „Amphitheater“ zu bestimmen?
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The stepped pyramids in the Canary Islands still hold many mysteries. Besides their age, researchers are also in the dark about their function. This aerial photograph of the stepped structures in
Santo Domingo suggests that this complex may have been a giant macro-calendar, used to determine the movement of celestial bodies within the enormous, cauldron-like "amphitheater."
Bild 02
Dr. Jorge Sánchez brachte eigens ein Gamma-Spektrometer von seiner Universität in A Coruña mit. Damit konnten wir die Steine nach bestimmten Isotopien von drei Elementen ausmessen, die letztlich für
die Endberechnung des Alters der OSL-Proben so wichtig sind.
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Dr. Jorge Sánchez brought a gamma spectrometer with him from his university in A Coruña. This allowed us to measure the stones for specific isotopes of three elements, which are ultimately crucial
for the final calculation of the age of the OSL samples.
Bild 03
Die Handhabung des Gerätes auf den steilen Pyramidenflanken war gar nicht so einfach. Zum einen mussten wir an die verschiedenen OSL-Probestellen klettern. Und dann dauerte eine Messung jeweils drei
Minuten. Es wurden aber jedes Mal vier Konfigurationen gemessen, was für eine Messung allein zwölf Minuten bedeutet. Also eine Menge Arbeit in mehr als 10 m Höhe!!!
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Handling the device on the steep pyramid slopes wasn't easy at all. First, we had to climb to the various OSL sampling points, and then each measurement took three minutes. However, four
configurations were measured each time, which meant twelve minutes for a single measurement. So, a lot of work at a height of more than 10 meters!
Bild 04
Bei der OSL-Datierung analysieren wir die Ladung, die in Mineralen entsteht, nachdem sie über Tausende von Jahren ionisierender Strahlung ausgesetzt waren. Gesteine enthalten natürlicherweise geringe
Mengen an Uran, Thorium und anderen Radioisotopen. Diese Radioisotope emittieren Alpha-, Beta- und Gammastrahlung. Gammastrahlung hingegen muss direkt am Probenort gemessen werden, da sie eine
Eindringtiefe von bis zu 30 cm in Gestein oder Sediment besitzt. Darum war die Arbeit vor Ort an den Pyramiden so wichtig!
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In OSL dating, we analyze the charge that develops in minerals after they have been exposed to ionizing radiation for thousands of years. Rocks naturally contain small amounts of uranium, thorium,
and other radioisotopes. These radioisotopes emit alpha, beta, and gamma radiation. Gamma radiation, however, must be measured directly at the sample site because it can penetrate rock or sediment to
a depth of up to 30 cm. That's why working on-site at the pyramids was so important!
Bild 05
Zum ersten Mal stellten Dr. Sánchez und ich die vorläufigen Messergebnisse einem Gremium auf den Kanaren vor. Neben der Leiterin Alicia B. Martin und den beiden kanarischen Archäologen Prof. Carmen
del Arco und Beatriz G. Girona (alle drei rechts unten) nahmen auch die Witwe von Thor Heyerdahl (Jaqueline neben mir), unser Projektmanager Gustavo Sánchez und ein russischer Archäologe teil (oben
von links nach rechts). Gemeinsam diskutierten wir die Bedeutung dieser neuen Daten für die Forschung auf den Kanarischen Inseln.
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For the first time, Dr. Sánchez and I presented the preliminary measurement results to a panel on the Canary Islands. In addition to the project director, Alicia B. Martin, and the two Canarian
archaeologists, Professor Carmen del Arco and Beatriz G. Girona (all three at the bottom right), Thor Heyerdahl's widow (Jaqueline, next to me), our project manager, Gustavo Sánchez, and a Russian
archaeologist also participated (top, from left to right). Together, we discussed the significance of this new data for research in the Canary Islands.
Bild 06
Nochmals der Einsatz des Spektrometers von Jorge auf der Santis-Pyramide. Dort wo er misst, ist der älteste Teil dieser Stufenpyramide. Von Jorge aus geht eine Rampe nach rechts unten. Diese wurde
später vor den älteren Pyramidenstumpf davorgesetzt. Das kann man in den Ergebnissen der OSL deutlich ablesen! Das Gebiet auf dem die Pyramide steht wurde vor 60 Jahren künstlich mit Boden
aufgeschüttet. Auch diesen „Event“ kann man in den OSL-Daten ablesen und bestätigen!
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Jorge's spectrometer was used again on the Santis Pyramid. The measurement taken at the site of the oldest part of this step pyramid is visible. From Jorge's measurement, a ramp leads downwards and
to the right. This ramp was later added in front of the older truncated pyramid. This is clearly visible in the OSL results! The area on which the pyramid stands was artificially filled with fertile
soil 60 years ago. This event, too, can be seen and confirmed in the OSL data!
Pantelleria – Stufenarchitektur im Herzen des Mittelmeeres
Bereits 1999 führte mich eine Forschungsreise auf die faszinierende Vulkaninsel Pantelleria, zwischen Sizilien und Tunesien gelegen – ein kultureller Schnittpunkt im Herzen des Mittelmeeres. Schon damals beeindruckten mich die sogenannten „Sesi“, stufenförmige Rundbauten aus schwarzem Lavagestein, die auf der Insel verstreut liegen.
Diese monumentalen Steinstrukturen aus der Bronzezeit wirken auf den ersten Blick archaisch und zugleich überraschend konstruktiv durchdacht. Unter ihren steinernen Aufschichtungen befinden sich Grabkammern – weshalb sie häufig als Grabhügel interpretiert werden. Doch ihre terrassierte, stufenartige Bauweise erinnert in ihrer Formensprache an frühe monumentale Architekturtraditionen des Mittelmeerraumes. Archäologien datieren diese Stufenbauten ins 18. Jahrhundert v. Chr.
Pantelleria war nie isoliert. Die Insel lag an wichtigen Seewegen zwischen Nordafrika, Sizilien und dem östlichen Mittelmeer. Obsidian aus Pantelleria wurde bereits in prähistorischer Zeit gehandelt – ein Beleg für frühe maritime Vernetzung. Die Sesi stehen somit nicht nur für eine lokale Bautradition, sondern auch für die kulturelle Dynamik einer Insel, die seit Jahrtausenden im Austausch mit verschiedenen Zivilisationen stand. Ob sie von den viel älteren Stufenbauten auf Sizilien inspiriert wurden, ist eine vage Spekulation.
Pantelleria bleibt für mich ein Schlüsselort – ein steinernes Archiv inmitten des Meeres.
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Pantelleria – Stepped Architecture in the Heart of the Mediterranean
As early as 1999, a research journey brought me to the fascinating volcanic island of Pantelleria, located between Sicily and Tunisia — a cultural crossroads in the very heart of the
Mediterranean. What struck me most were the so-called “Sesi”: stepped circular stone structures built from dark volcanic rock, scattered across the island.
At first glance, these Bronze Age monuments appear both archaic and architecturally sophisticated. Beneath their layered stone constructions lie burial chambers, which is why they are often
interpreted as funerary monuments. Yet their terraced, stepped design evokes broader architectural traditions of early monumental building in the Mediterranean world.
Pantelleria was never isolated. The island occupied a strategic position along important maritime routes linking North Africa, Sicily, and the eastern Mediterranean. Its obsidian was traded widely in prehistoric times — clear evidence of early seafaring networks and long-distance exchange.
The Sesi therefore represent not only a local architectural expression, but also the cultural dynamism of an island that stood at the intersection of civilizations for millennia.
For me, Pantelleria remains a key site — a stone archive rising from the sea.
Bild 01
Typische monumentale Steinstrukturen aus der Bronzezeit auf Pantelleria. Sie wirken auf den ersten Blick etwas megalithisch und zugleich überraschend konstruktiv durchdacht. Aufgrund der zahlreichen
Grabkammern werden sie häufig als Grabhügel interpretiert.
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Typical monumental stone structures from the Bronze Age on Pantelleria. At first glance, they appear somewhat megalithic, yet surprisingly well-constructed. Due to the numerous burial chambers, they
are often interpreted as burial mounds.
Bild 02
Pantelleria befindet sich auf halbem Wegen zwischen Sizilien und Tunesien. Die kleine Insel besitzt etwa 83 km². Sie ist vulkanischen Ursprungs mit dem höchsten Punkt dem Montagna Grande (836
m).
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Pantelleria is located halfway between Sicily and Tunisia. The small island covers approximately 83 km². It is of volcanic origin, with its highest point being Montagna Grande (836 m).
Bild 03
Aufgrund ihrer terrassierten Bauweise werden sie oft mit den Stufenpyramiden des Mittelmeers verwechselt. Doch sie haben damit keinerlei Verwandtschaft. Sie sind mehr als 1.000 Jahre jünger als die
Zikkurate auf Sizilien und Sardinien, was auch ihre Urheberschaft in die Mittlere Bronzezeit verlegt.
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Because of their terraced construction, they are often confused with the step pyramids of the Mediterranean. However, they are not related to them at all. They are more than 1,000 years younger than
the ziggurats in Sicily and Sardinia, which also places their origin in the Middle Bronze Age.
Bild 04
Eingang in eine der so genannten Grabkammern. Die Steinsetzungen sind in Trockensteinbauweise errichtet. 1999 hatte ich die größten Kammern persönlich besichtigt.
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Entrance to one of the so-called burial chambers. The stone arrangements are constructed using dry stone masonry. I personally visited the largest chambers in 1999.
Bild 05
Blick in das Innere der steinernen Grabkammern. Damals gab es an dem Bauwerk keine weiterführenden Informationen über Funde oder etwaige Ausgrabungen. Manche der Gänge gehen bis mehr als 6 m tief in
das Bauwerk. Andere sind ehe kurz. An klassischen Stufenpyramiden sind solche „Kammern“ bis auf ganz wenige Ausnahmen (vielleicht nachträglich eingebaut?) nicht vorhanden.
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A view inside the stone burial chambers. At the time, there was no further information about finds or any excavations at the structure. Some of the passages extend more than 6 meters deep into the
building. Others are quite short. With very few exceptions (perhaps added later?), such "chambers" are not found in classic stepped pyramids.
Bild 06
Der so genannte „Friedhof von Pantelleria“. Hier vermuten die Archäologen die Grabstätten jener Baumeister der Sesi. Auch hier werden in Form und Architektur Bezüge zu Nachbarinseln offenbar. Diese
Anlage lässt darauf schließen, dass die Kammern der Rundbauten vermutlich andere Funktionen besaßen. Welche sind jedoch unbekannt.
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The so-called "Pantelleria Cemetery." Archaeologists believe this to be the burial site of the Sesi's master builders. Here, too, the form and architecture reveal connections to neighboring islands.
This site suggests that the chambers of the circular buildings likely served other purposes, but what those purposes were remains unknown.
Marokko – Wissenschaft, Geschichte und neue Horizonte
Meine Reise nach Marokko war in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Der Auftakt an der Mohammed V Universität in Rabat mit einem gemeinsamen Symposium und intensiven Fachgesprächen markierte einen wichtigen Meilenstein für unser transdisziplinäres Forschungsprojekt. Die offene, konstruktive Atmosphäre und die große Bereitschaft zur Zusammenarbeit haben mich tief beeindruckt.
Besonders bereichernd waren die weiterführenden Gespräche mit Archäologen, Pharmakologen und Botanikern, die neue Perspektiven eröffneten – unter anderem zu möglichen präkolumbischen Tabakspuren in der Rif-Region. Solche interdisziplinären Ansätze zeigen, wie viel Potenzial in einer vernetzten Forschung liegt.
Auch die Besichtigungen historischer Stätten wie Lixus und die Eindrücke im Museum von Rabat haben deutlich gemacht, welch zentrale Rolle Marokko einst im maritimen Fernhandel gespielt haben könnte. Hinweise auf weitreichende Handelskontakte – transmediterran und möglicherweise sogar transatlantisch – verdichten sich zunehmend.
Marokko erscheint mehr denn je als kultureller Korridor zwischen Welten – ein Raum, der in zukünftigen Forschungen noch stärker in den Fokus rücken sollte. Ich blicke dankbar auf intensive Tage
voller Inspiration zurück – und freue mich bereits auf die Fortsetzung dieser spannenden Zusammenarbeit.
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Morocco – Science, History, and New Horizons
My trip to Morocco was extraordinary in every respect. The kickoff at Mohammed V University in Rabat, with a joint symposium and intensive discussions, marked an important milestone for our transdisciplinary research project. The open, constructive atmosphere and the great willingness to collaborate deeply impressed me.
The follow-up discussions with archaeologists, pharmacologists, and botanists were particularly enriching, opening up new perspectives – including on possible pre-Columbian tobacco traces in the Rif region. Such interdisciplinary approaches demonstrate the immense potential of networked research.
The visits to historical sites like Lixus and the impressions gained in the Rabat Museum also made clear the central role Morocco may once have played in long-distance maritime trade. Evidence of far-reaching trade contacts – trans-Mediterranean and possibly even transatlantic – is becoming increasingly compelling.
More than ever, Morocco appears as a cultural corridor between worlds – a space that should be given even greater focus in future research. I look back with gratitude on intense days full of inspiration – and I am already looking forward to continuing this exciting collaboration.
Bild 01
Alle an der Konferenz beteiligten Wissenschaftler an der Faculté des Lettres et des Sciences Humaines an der Mohammed V University in Rabat. Dort begründete Dominique eine neue Forschungskooperation
mit mehreren marokkanischen Wissenschaftlern.
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All the scientists involved in the conference were at the Faculty of Letters and Human Sciences at Mohammed V University in Rabat. There, Dominique established a new research collaboration with
several Moroccan scientists.
Bild 02
Der Dekan Prof. Zakaria Boudhim (rechts) überreichte mit Prof. Said Bennis (links) an Dominique die Ehrenurkunde für die erfolgreiche Konferenz an der Universität. Said entwickelte aus der ABORA-
Präsentation über die mögliche Existenz von prä-kolumbischen Tabak in Marokko den neuen Begriff „Marokkologie“. Ziel dieses Feldes ist die Strukturierung eines der Ägyptologie ähnlichen
Forschungsbereichs, der sich aber auf das marokkanische Genie und die territorialen Besonderheiten konzentriert (Sprachen, Anthropologie, Identität, Mensch, Geschichte, Zivilisation ... ).
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Dean Professor Zakaria Boudhim (right), together with Professor Said Bennis (left), presented Dominique with the certificate of honor for the successful conference at the university. Prof. Said
developed the new term "Moroccanology" from the ABORA presentation on the possible existence of pre-Columbian tobacco in Morocco. The aim of this field is to structure a research area similar to
Egyptology, but one that focuses on Moroccan genius and territorial specificities (languages, anthropology, identity, humanity, history, civilization, etc.).
Bild 03
Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung von Lixus nahe der heutigen Stadt Larache. Obwohl eine Überprüfung der megalithischen Mauern nahe des Hafens wegen der Überschwemmungen unmöglich war, sind
die ältesten Hinterlassenschaften der Phönizier beeindruckend. Diese Mauern stammen aus dem späten 2. Jts. v. Chr.
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Another highlight was the visit to Lixus, near the modern city of Larache. Although an inspection of the megalithic walls near the harbor was impossible due to flooding, the oldest Phoenician remains
are impressive. These walls date back to the late 2nd millennium BC.
Bild 04
Das Highlight war die Entdeckung eines bisher unbekannten Curt Rut-Feldes nördlich von Essaouira. Diese Struktur hat extreme Ähnlichkeiten mit ähnlichen Wagenspur-Feldern im gesamten Mittelmeerraum
als auch auf den Kanaren und Azoren. Alles nur Zufall oder haben diese Völker doch viel früher als bekannt über den Atlantischen Ozean miteinander kommuniziert?
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The highlight was the discovery of a previously unknown Curt Rut field north of Essaouira. This structure bears striking similarities to similar wagon-track fields found throughout the Mediterranean
region, as well as in the Canary Islands and the Azores. Is this all just coincidence, or did these peoples communicate across the Atlantic Ocean much earlier than previously thought?
Bild 05
Es bleibt Aufgabe künftiger Forschungsreisen herauszufinden, wohin diese Wagenspuren führen. Gleiches gilt für die Megalithstrukturen in Larache und Safi. Vieles wird die Feldforschung in den
kommenden Monaten noch ans Tageslicht bringen. Die nächste Forschungsreise nach Marokko ist schon in Planung!
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It remains the task of future research expeditions to determine where these wagon tracks lead. The same applies to the megalithic structures in Larache and Safi. Much more will be revealed by
fieldwork in the coming months. The next research expedition to Morocco is already being planned!